ideen.Reich in der secession

23. Januar 2014

Ein Forschungsprojekt von Ines Doujak und Oliver Ressler

 

Der "Salon Klimbim" als utopischer Performance-Reigen gastierte zur Eröffnung des Ausstellungsprojekts "Utopian Pulse - Flares in the Darkroom" im Hauptraum der Wiener Secession

 

Utopian pulse - flares in the darkroom  ist der Versuch einer Annäherung an die heute etwas verrufene Idee der Utopie. Dabei werden keine verklärten oder totalitären Konzepte propagiert, sondern Gefühle der Befreiung von unserer Geld-regiert-die-Welt–Realität vermittelt. Entsprechend breit gefächert zeigen sich die künstlerischen Statements, die eben kein Klimbim und Beiwerk sind.

 

Utopian Pulse – Flares in the Darkroom wird als Ausstellung in acht Salons gegliedert. Die Dringlichkeit zeigt sich, wenn das im Salon unvollkommen ausgedrückte Potenzial weder als Proto-Öffentlichkeit – das heißt, als Stadium einer geordneten Entwicklung hin zu einem universellen konvivialen Gespräch – noch als rein "freundliches" Besitzertum gesehen wird, sondern als partieller Bruch mit der herrschenden Klassen- und Geschlechterordnung, ein Bruch, der nicht zur öffentlichen Norm werden kann, weil er den radikalen Umsturz dessen vorwegnimmt, was das "Öffentliche" ausmacht, und also eher ein Ort für die monströse Geburt neuer Allianzen ist.

 

Utopie ist Secession ohne Anweisungen.

 

Hermann Seiwald hat für Utopian Pulse im zentralen hauptraum der  secession ein riesiges zelt aus über 500 stoffstreifen entwickelt und gebaut. die unglaubliche konstruktion beherrschte den saal mit eindrucksvoller eleganz und bot einen spektakulären rahmen für die einzelnen perfomances.

 

… damit nicht genug boten die "schon schön-girls" mit ihrer synchronbügelperformance ein "körperbetontes" statement für unverkrampfte toleranz und brachte die stimmung im zelt zum kochen ;-)